Einstellschrauben Einspritzpumpe T4 AAB

Intro

Wie Sie vielleicht meinem Handbuch zur Motorüberholung entnommen haben, zeigte meine Einspritzpumpe nach längerer Standzeit eine starke Undichtigkeit im Bereich der Gaswelle. Der Grund liegt in einem Dichtring, welcher im Inneren der Pumpe, unter dem Gehäusedeckel, sitzt. Um die Pumpe nun wieder dicht zu bekommen, hat man 2 Möglichkeiten:

  1. Man besorgt sich einen Dichtsatz und montiert diesen wie in der T4 Wiki „ESP reinigen und abdichten“ beschrieben.
  2. Man lässt dies jemand anders machen und kauft sich eine somit eine Tauschpumpe.

Da die Abdichtung der Einspritzpumpe nicht mal „so eben“ gemacht ist, entschied ich mich dafür den Teilepreis einer Tauschpumpe einzuholen. Bei VW angefragt belief sich dieser auf ca. 1’000,- Euro, was mir dann doch etwas viel Geld erschien. Der Boschdienst verlangte für eine Abdichtung der vorhandenen Pumpe, ohne Einstellung derselben, den gleichen Preis. So blieb mir dann nur ein Angebot aus einem bekannten Auktionshaus, in welchem die Pumpe komplett überholt im Tausch für 500,- Euro zu haben war.

Diese Anleitung soll nun nicht etwas den Aus- und Einbau der Pumpe beschreiben, diese Schritte sind bereits bis zum Lösen der Verstellschrauben zum Einstellen des Förderbeginns, in der Anleitung zur Montage nach der Motorüberholung vorhanden. Mir geht es vielmehr darum, Ihnen wertvolle Tipps zu geben, wie man eine nicht korrekt laufende Pumpe einstellen kann und dann noch damit die Abgasuntersuchung überstehen wird. Dies war nach dem Einbau der Tauschpumpe mein Problem, bei dem ich mich über diese Anleitung gefreut hätte – wäre sie schon geschrieben gewesen. ;-)

An dieser Stelle sei an die how to edit an essay, welche mir die Tauschpumpe verkauft und später telefonisch wertvolle Hinweise zur Zielerreichung geliefert hat, ein herzlicher Dank gerichtet.

Störungsbeschreibung

Ich bekam also die Tauschpumpe geliefert, welche auf einem Prüfstand auf die Sollwerte eingestellt war. Dies wies das beigefügte Einstellprotokoll nach. Als die Pumpe jedoch in meinem T4 verbaut war und ich den Motor startete, dauerte es ca. 1 Minute bis der Motor anfing die Drehzahl sukzessive bis in den oberen Drehzahlbereich zu erhöhen. Dies war bei mehreren Versuchen immer das gleich Resultat.

Störungsbeseitigung und Einstellen der Pumpe

Wie mir Herr Gatti von der Firma Bugetti in einer telefonischen Supportsitzung erklärte, verhält sich die Pumpe an einem Einspritzsystem im Fahrzeug anders als auf dem Messstand. Wie in den folgenden Schritten beschrieben, bekamen wir das Problem dann in den Griff.

Um die Pumpe einstellen zu können, muss man den Fahrzeugkühler in Wartungsstellung bringen.

  • Sicherzustellen ist in jedem Fall, dass der Förderbeginn, wie in meiner http://juergen-stein.com/effective-essay-writing/ beschrieben, zu 100% korrekt eingestellt ist.
  • Es ist weiterhin sicherzustellen, dass der Gaszug korrekt eingestellt ist. Hierzu prüfen, ob das Gaspedal in Nullstellung keinen Zug auf die Gaswelle der Einspritzpumpe ausübt, bzw. in Volllaststellung die Gaswelle bis zum Anschlag drehen kann. Gegebenenfalls muss man die Rasterung durch Entnehmen und neues Einsetzen des Klemmringes in einer benachbarten Kerbe des Gaszuges neu justieren.http://juergen-stein.com/pros-and-cons-essay/

Um nun die Einstellung vorzunehmen ist es erst einmal wichtig die Funktionen der Einstellschrauben und die Auswirkung durch deren Justierung zu kennen.

Die Einspritzpumpe besitzt die 4 folgenden Einstellschrauben:

  1. Drehzahlverstellung: Die Schraube ist mit einer Kontermutter SW 10 gesichert. Durch Hereindrehen der Schraube erhöht sich die Drehzahl, durch Herausdrehen wird sie geringer. Diese Einstellung steht in direktem Zusammenhang mit dem Restvolumen (Einstellschraube 2.). Ist das Restvolumen zu hoch eingestellt, so lässt sich die Drehzahl nicht unter einen bestimmten Wert justieren. In diesem Fall muss zuvor die Einstellschraube für das Restvolumen etwas weiter herausgedreht werden.
  2. Restvolumen: Das Restvolumen sorgt dafür, dass bei dem Wechsel auf Vollgas durchgehend genügend Kraftstoff zur Verfügung steht. Hat man hier ein „Drehzahlloch“, so ist die Schraube zu weit herausgeschraubt. Weiterhin habe ich während der Einstellphase herausgefunden, dass diese Schraube direkten Einfluss auf die Gaspedalstellung, ab der der Motor die Drehzahl annimmt, einfluss hat. Ist diese Schraube zu weit herausgedreht, so wird der Motor erst bei einer Gaspedalstellung von 1/2 bis 3/4 die Drehzahl erhöhen und seine volle Leistung nicht erreichen.
  3. Abregeldrehzahl: Diese Schraube begrenzt die Gaswelle als Anschlag in Vollgasstellung. Der Motor benötigt eine Abregeldrehzahl von 4’500 U/min. Ist diese zu tief, so muss die Schraube weiter herausgedreht werden, ist sie zu hoch, muss sie weiter hereingedreht werden.
  4. Fördermenge: Diese Schraube justiert die Menge Kraftstoff, welche über die Einspritzdüsen in die Vorkammern gelangt. Sie ist durch eine Kontermutter SW 13 gesichert. Ist sie zu weit hereingeschraubt, ist die Kraftstoffmenge zu hoch und der Motor dreht u. Umständen unvermittelt hoch, bzw. bildet bei einem Gasstoss Schwarzrauch aus dem Auspuff. Ist diese Schraube zu weit herausgeschraubt, wird der Motor keine Leistung entfalten können.

 Einstellschrauben Einspritzpumpe T4 AAB

In dem Fall, dass die Drehzahl unkontrolliert ansteigt, ist zuerst zu prüfen, dass die Schraube für das Restvolumen (2.) die Gaswelle in Nullstellung freigibt. Um eine Grundeinstellung vorzunehmen, sollte man diese so weit herausdrehen, dass die Gaswelle frei bis zur Nullstellung zurückdrehen kann. Sollte sich die Drehzahl dennoch erhöhen, was bei meinem T4 der Fall war, so ist die Fördermenge (4.) in Schritten von jeweils einer viertel Umdrehung herauszudrehen. Hierzu muss die Kontermutter (SW 13) gelöst und die Schraube mit einem Schraubendreher in besagter Form herausgedreht werden.

Durch diese Massnahme blieb der Motor dann tatsächlich auf Leerlaufdrehzahl. Doch nun ging es an die eigentliche Einstellung, denn bis jetzt zeigte der Motor starken Schwarzrauch, wenn man einen Gasstoss vornahm. Dies prüft man, indem man den Gashebel rasch auf Vollgas drückt und sofort wieder loslässt. Zeigt sich eine schwarze Wolke hinter dem Auto, so ist die Fördermenge immer noch zu hoch und muss durch eine weitere 1/4 Umdrehung der Fördermengenschraube (4.) gegen den Uhrzeigersinn korrigiert werden. Dies führt man so lange durch, bis kein Schwarzrauch mehr am Heck des Fahrzeugs zu sehen ist.

Ist dieser Zustand erreicht, geht man an die Einstellung der Leerlaufdrehzahl. Hierzu löst man die Kontermutter von Schraube 1. und justiert die Drehzahl auf 750 U/min +/- 50. Im besten Fall, so wie bei meinem Fahrzeug, hat man einen Drehzahlmesser in den Instrumenten, nach dem man sich dabei richten kann. Sollte sich die Leerlaufdrehzahl nicht auf die gewünschte Einstellung bringen lassen, so müsste man die Restvolumenschraube (2.) etwas herausdrehen. Da wir diese zur Grundeinstellung sowieso ganz heraus gedreht haben, sollte dies in unserem Fall jedoch nicht passieren. Ist die Drehzahl in Ordnung, so dreht man un die Restvolumenschraube (2.) Stück für Stück herein. Die exakte Position ist dann erreicht, wenn der Motor bereits nach leichtem Drücken des Gaspedals das Gas annimmt und es einem dennoch möglich ist die Leerlaufdrehzahl über die Schraube 1. etwas abzusenken. Diese nach dem Absenken selbstverständlich wieder auf den Einstellwert von 750 U/min +/- 50 bringen!

Mit diesen einfachen Massnahmen sollten wir nun einen gut lauffähigen Motor haben. Nun ist es an der Zeit den Motor auf Betriebstemperatur zu bringen. Dies erfolgt im Idealfall mit einer Probefahrt, bei der man auch gleich beobachten kann, wie das Russverhalten des Fahrzeugs ist. Hat man am Berg weiterhin starken Nebel hinter sich, so wird die Fördermenge immer noch zu hoch sein. In diesem Fall wiederholt man die oben beschriebenen Schritte mit der Fördermengenschraube (4.). Man kann hierbei sukzessive die Fördermengenschraube so weit herausdrehen, bis man bei der anschliessenden Probefahrt ein Leistungsdefizit feststellt. Dann dreht man sie einfach die letzte 1/4 Umdrehung wieder hinein.

Ist der Motor auf Betriebstemperatur, so kann man nun über das Gaspedal prüfen bei welcher Drehzahl der Motor abregelt. Dies sollte, wie bereits oben beschrieben, bei 4’500 U/min erfolgen. Der Motor sollte auf keinen Fall im Stand über diese Drehzahl gedreht werden! Sollte die Begrenzung also nicht eintreten, so ist die Abregelschraube (3.) so weit hineinzudrehen, bis dieser Wert erreicht wird.

Zum Schluss kontrolliert man noch einmal die Leerlaufdrehzahl und bei einer Probefahrt, ob einem die Charakteristik der Gasstellung zur Kraftenfaltung richtig vorkommt und das Fahrzeug beim Gasgeben keine Drehzahllöcher zeigt.

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